“Hier oben habe ich meinen Platz in der Welt gefunden.”

Alexander Gersts Horizon Blog: Ein Platz in dieser Welt.

“Jeder Astronaut weiß, dass wir uns auf der Raumstation – umgeben vom kosmischen Vakuum – ständig in einer potenziell lebensgefährlichen Situation befinden: Zugleich aber fühlen wir uns hier oben relativ sicher, verglichen mit unserer lebensfeindlichen Umgebung.
[…]
Manche Risiken bleiben trotz aller Vorbereitung bestehen. Aber man muss sich auch eingestehen: Zur Entdeckung des Unbekannten gehört das dazu. Der US-Unternehmer und Philanthrop John Shedd hat das Anfang des 20. Jahrhunderts einmal sehr gut auf den Punkt gebracht, finde ich, als er sagte: „Für Schiffe ist es am sichersten, im Hafen zu bleiben. Dafür sind aber Schiffe nicht gemacht.“ Und von T.S. Eliot stammt das Zitat, dass nur diejenigen, die das Risiko eingehen, zu weit zu gehen, in der Lage sind, herauszufinden wie weit sie gehen können.

Wenn wir nicht bereit sind, einige Unwägbarkeiten einzugehen, kommen wir im Leben, und auch in der Raumfahrt nirgendwo hin. Und auch wenn man persönliche und globale Risiken natürlich nicht wirklich gegeneinander abwägen kann, lägen die größten Gefahren für die Menschheit letztlich darin, überhaupt nichts zu tun. Wenn wir das Weltall um uns herum nicht erforschen, werden wir uns vor den Risiken, die uns zum Beispiel durch Meteoriteneinschläge oder Weltraumstrahlung drohen, nie wappnen können. Und ohne den Blick von außen auf unsere Erde durch Satelliten hätten wir so globale, “innere” Bedrohungen unseres Daseins wie etwa den Klimawandel niemals entdeckt.”

Two days ago Alexander Gerst took over command on the space station: Video footage – change of command. Direct link to footage of the ceremony on YouTube here.

Stromversorgung ist auch trotz Kohleausstieg gesichert

Deutsche Welle: Braunkohle vom Hambacher Forst wird nicht mehr gebraucht. “Wissenschaftler sind sich einig: Für den deutschen Strombedarf wird die Braunkohle unter dem Hambacher Wald auch langfristig nicht gebraucht. Auf die Rodung könnte verzichtet werden – wenn es die Politik wollte.”

“Aus dem Abschaltplan der Fraunhofer-Forscher lassen sich auch die Braunkohlemengen genau ermitteln, welche vor allem die Kraftwerke Niederaußem und Neurath in den nächsten Jahren noch benötigen werden. Diese beiden Kraftwerke werden aus den Tagebauen Hambach und Garzweiler versorgt. Von heute bis 2030 benötigen sie demnach noch 250 bis 280 Millionen Tonnen Braunkohle.

Nach Angaben der Forscher liegen in den beiden Tagebauen Hambach und Garzweiler aber noch deutlich über 2000 Millionen Tonnen.

Würde die Politik diesen Vorschlag auch aus Klimaschutzgründen verfolgen, so wäre eine Rodung des Hambacher Waldes für die deutsche Energiesicherheit nicht mehr nötig, lautet ein Fazit der Autoren.

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Der zügige Braunkohleausstieg in NRW sei wegen der Schäden bei der Verstromung zudem aber auch “wirtschaftlich vorteilhaft”. Hohe gesellschaftliche Kosten ließen sich durch den Kohleausstieg vermeiden, betont auch das Umweltbundesamt (UBA). Allein im Jahr 2016 entstanden der Gesellschaft verdeckte Mehrkosten durch Gesundheits- und Umweltschäden aus der deutschen Verstromung von Kohle in der Größenordnung von über 46 Milliarden Euro, so das UBA .

Würden auch diese Kosten bei der Betrachtung des Kohleausstiegs berücksichtigt, so wird deutlich, wie günstig ein Kohleausstieg für die Gesellschaft sein kann, selbst dann, wenn die Entschädigungszahlungen an die betroffenen Energiekonzerne sehr großzügig sind.

Laut RWE-Angaben liegt der Gewinn beim Betrieb von Braunkohlekraftwerken derzeit bei etwa drei Cent pro Kilowattstunde. Nach Angaben des UBA entstehen dabei zugleich aber Gesundheits- und Umweltschäden von über 19 Cent pro Kilowattstunde, die von den Bürgern als Krankenkassenbeiträge und Steuern getragen werden. Kohle und vor allem Braunkohle ist demnach in der Gesamtbetrachtung die teuerste Energie.”

“Much of this money came to Mr. Trump because he helped his parents dodge taxes.”

The New York Times: Trump Engaged in Suspect Tax Schemes as He Reaped Riches From His Father. “The president has long sold himself as a self-made billionaire, but a Times investigation found that he received at least $413 million in today’s dollars from his father’s real estate empire, much of it through tax dodges in the 1990s.” By David Barstow, Susanne Craig and Russ Buettner. Published Oct. 2, 2018.

If you’d like a more concise version with the main points, read

11 Takeaways From The Times’s Investigation Into Trump’s Wealth by Russ Buettner, Susanne Craig and David Barstow instead.

“[A]n investigation by The New York Times has revealed that Donald Trump received the equivalent today of at least $413 million from his father’s real estate empire. What’s more, much of this money came to Mr. Trump through dubious tax schemes he participated in during the 1990s, including instances of outright fraud, The Times found.

In all, the president’s parents transferred well over $1 billion in wealth to their children, which could have produced a tax bill of at least $550 million under the 55 percent tax rate on gifts and inheritances that was in place at the time. Helped by a variety of tax dodges, the Trumps paid $52.2 million, or about 5 percent, tax returns show.”

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John Oliver: “Only continued pressure has even the slightest chance of stopping Kavanaugh’s confirmation”

Last Week Tonight with John Oliver (HBO): Brett Kavanaugh. (YouTube, 29:11min) “John Oliver discusses the ongoing controversy surrounding Brett Kavanaugh, the sexual assault allegations against him, his Supreme Court nomination, and what that could all mean for the highest (mostly-dog) court in the land.”

Vox: John Oliver: Kavanaugh’s Senate hearing was a “fuck you” to women. “The Last Week Tonight host summarized the Senate Judiciary Committee’s message as, “We believe you — we just don’t care.””

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Update
Sexual harrasment and abuse is much more prevalent than many people think, and here are some of the reasons women don’t talk about it:

The Washington Post: Dear dads: Your daughters told me about their assaults. This is why they never told you.

“A man emailed recently in response to something I’d written about street harassment. He was so glad, he said, that his college-age daughter never experienced anything like that. Less than a day later, he wrote again. They had just talked. She told him she’d been harassed many, many times — including that week. She hadn’t ever shared this, because she wanted to protect him from her pain.”

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