“Jetzt kommt es auf jeden von uns voll an, niemand kann sich zurückziehen.”

ESA Blog von Alexander Gerst: Zu dritt im All. “Durch den Zwischenfall beim Soyuz-MS-10-Flug, der unsere Kollegen Alexey Ovchinin und Nick Hague im Oktober zur ISS hätte bringen sollen, werden Serena, Sergey und ich nun noch einige Wochen länger als geplant nur zu dritt hier im All sein: voraussichtlich bis zum 3. Dezember, bis die nächste Crew zu uns hinzustößt.”

“Man kann sich die ISS wie ein großes Haus vorstellen, mit vielen technischen Eigenheiten und Systemen, bei denen es natürlich auch manchmal hakt. Wer lange darin gelebt hat, weiß ganz genau, wie man es bedient und wie man viele knifflige Situationen löst. Doch wer neu einzieht, hat keine Ahnung von diesen Eigenheiten – und kann sich darauf im Vorfeld auch nicht vorbereiten.

Es gibt tausend kleine Ideen, mit denen irgendeine Crew auf der ISS irgendwann einmal ein Problem gelöst hat. Doch all dies aufzuschreiben, wäre unmöglich. Es ist eine Weltraum-Lebenskultur, die sich über Jahre entwickelt hat.

Normalerweise bleiben bei einer Übergabe mindestens zwei Monate, um all diese Kniffe der nächsten Crew zu erklären: Wir aber werden dafür jetzt nur zwei Wochen Zeit haben, während die Neuen sich gleichzeitig auch noch an die Herausforderungen des Weltraums gewöhnen müssen.”

Da bleiben einem Nutella, Rocher und Küsschen im Halse stecken…

Deutsche Welle: Haselnüsse für Nutella vergiften Chile. “Eine der wichtigsten Zutaten für die Produkte des Süßwarenherstellers Ferrero sind Haselnüsse. Die werden unter anderem in Chile angebaut – unter fragwürdigen Bedingungen.”

“Ein Grund für die steigende Produktion von Haselnüssen in Chile ist vermutlich die lasche Umweltgesetzgebung. Die fehlenden Regulierungen beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln machen den Anbau kostengünstiger und effizienter. Auf den Haselnuss-Plantagen wird das wahrscheinlich krebserregende Glyphosat eingesetzt. Agrichile steht außerdem unter dem Verdacht, das giftige Pflanzenschutzmittel Paraquat zu verwenden. Paraquat wurde von der englischen Firma Imperial Chemical Industries entwickelt, deren Agrarsparte heute Teil des Schweizer Unternehmens Syngenta ist. In Chile wird das Umweltgift von Arysta und Anasac vermarktet.

Untersuchungen des Pestizd-Aktion-Netzwerks in Chile RAP (Red de Acción en Plaguicidas y sus Alternativas en Chile) warnen vor Gesundheitsschäden durch den Einsatz von Paraquat wie Nierenversagen, Atemnot, Lungenschmerzen, Seh- und Leberschäden, schweren Hautverletzungen, Todesfällen sowie Embryoschädigung. In der Europäischen Union ist Paraquat verboten, in Chile nicht.”

Einweg oder Mehrweg, Plastik oder Glas?

Zeitmagazin: Du Flasche! “Der Ruf von Plastik ist schlecht. Aber ist es wirklich besser, Mineralwasser aus Glasflaschen zu trinken?” Von Jörg Burger. (Zeitmagazin Nr. 48/2018 vom 21. November 2018.)

“Aber wie böse sind Plastikflaschen wirklich?

Sucht man im Netz nach einer schnellen Antwort, stößt man vor allem auf Plastikgegner, für die wegen der Einwegflaschen demnächst die Welt untergeht. Für die Deutsche Umwelthilfe, die gegen Einwegflaschen so energisch kämpft wie gegen Dieselautos, nur bisher nicht ganz so erfolgreich, sind sie “Klimakiller”. Auch Stiftung Warentest und Umweltbundesamt raten von Einwegflaschen ab – und stattdessen zu Mehrweg “aus der Region”, abgefüllt nicht weiter als 300 Kilometer vom Konsumenten entfernt. Die Mehrwegflaschen dürften allerdings auch aus Kunststoff sein. Eine brauchbare Liste von empfehlenswerten Mineralwässern findet man jedoch nirgends. Dafür stößt man auf eine Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung in Heidelberg, ifeu, das die Sache ganz anders sieht: Manche Einwegflasche aus Plastik sei einer Mehrwegflasche aus Glas längst “ökologisch gleichwertig”, weil sie ja recycelt werde.

Was stimmt nun?”