Category Archives: Travel

Hier und da ein bisschen mehr Normalität

Die Rheinpfalz: Landesregierung verkündet weitreichende Lockerungen für Rheinland-Pfalz.

“Zum Thema private Feiern sagte [Ministerpräsidentin Malu] Dreyer: „Das regeln wird nicht, weil wir nicht in das Private eingreifen“. Dreyer appelliert hier an die Vernunft der Bürger, auch zuhause keine riesigen, ausufernden Feste zu veranstalten und die Regeln auch für den privaten Bereich einzuhalten.
[…]
„Heute ist ein Tag für Europa“, kommentierte die Ministerpräsidentin die am Mittwoch verkündeten Grenzöffnungen. Dreyer zeigte sich darüber erleichtert. Zu den aktuellen Infektionszahlen sagte die Ministerpräsidentin: „Zum ersten Mal sind weniger als 500 Menschen in Rheinland-Pfalz infiziert“, mahnte aber auch im nächsten Satz. „Wir müssen weiter daran arbeiten, dass wir vor Augen haben, dass wir in einem veränderten Alltag gehen. Das Virus ist noch da“, sagte Dreyer weiter. […]
Wenn es wieder zu einem Anstieg der Infektionen kommen sollte, würde man die Lockerungen gegebenenfalls wieder rückgängig machen. Laut Dreyer sind vier Phasen geplant, in denen schrittweise zur Normalität zurückgekehrt werden soll.”

Deutsche Welle: Lockerung der Corona-Regeln: EU-Grenzen öffnen sich wieder. “Ein freier Reiseverkehr ist vielleicht das Symbol der europäischen Einigung. In der Corona-Pandemie wurden EU-Binnengrenzen geschlossen. Jetzt werden einige wieder geöffnet, allerdings nur schrittweise und nicht überall.”

“Alle geplanten Lockerungen im grenzüberschreitenden Verkehr sind an die Bedingung geknüpft, dass die Neuinfektionen im Nachbarland oder einer Nachbarregion nicht wieder deutlich steigen. Als Richtwert gibt die Bundesregierung die Zahl von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen vor. Liegt sie darüber, könnten Kontrollen wiederaufgenommen werden.”

Kunden für Zwischensanierung von Fluggesellschaften zuständig?

law blog: Staatlich verordneter Zwangskredit.

“Habt ihr schon für eine Reise bezahlt, die jetzt wegen der Corona-Krise nicht stattindet? Oder für ein Flugticket? Oder für eine Konzertkarte? Dann wird es euch freuen, dass der Gesetzgeber euren – an sich glasklaren – Rückerstattungsanspruch auf das Geld voraussichtlich kurzfristig außer Kraft setzen wird. Das Bundeskabinett hat jedenfalls heute beschlossen, dass euch die Anbieter auf einen Gutschein verweisen können.

Mit anderen Worten: Der Kunde schaut erst mal in die Röhre und gibt dem Unternehmen einen Zwangskredit. Überdies wird er gezwungen, bis zum Ende der Einlösungsfrist für den Gutschein – die Rede ist von Ende 2021 – erneut bei dem betreffenden Anbeiter zu buchen. Zu deutlich höheren Preisen und inhaltlich komplett veränderten bzw. deutlich eingeschränkten Angeboten? Das ist wohl zu befürchten.”

“Look to your backyard and recreate there”

The Washington Post: Thousands are crowding into free national parks. And workers are terrified of coronavirus.. “A park ranger at Grand Canyon National Park had 600 close contacts with visitors in a single day, greatly increasing his exposure to infection, according to a staff member at the attraction.”

“Two days before he cursed a supervisor and quit the National Park Service job he loved, Dustin Stone arrived to work in a foul mood. A decision by Interior Secretary David Bernhardt to keep national park sites open despite the coronavirus outbreak left him angry and in disbelief.
The virus hasn’t reached Skagway, a tiny town on the Alaskan panhandle where Stone lives and worked at the Klondike Gold Rush National Historical Park. But if it does, he said, it could be a disaster. “I’ve lived here year-round through eight flu seasons, and I’ve seen how quickly an infection can spread,” he said. “When one of us gets sick, most of us get sick.” There’s no full-time doctor and no hospital in Skagway. A single community health clinic has a registered nurse and assistants.
[…]
“This is a political game being played with people’s lives by leadership at the highest levels of the Department of Interior, and, I believe, the White House,” Stone said. “President Trump is the one who announced the fee waiver. I don’t think he knows what a national park is. I would be so surprised if Donald Trump ever set foot in a national park.””

Coronavirus: The Hammer and the Dance

Tomas Pueyo: Coronavirus: The Hammer and the Dance. “What the Next 18 Months Can Look Like, if Leaders Buy Us Time”. (March 19, 2020)

Here’s the Epidemic Calculator that is being used in the article.

Older article by the same author: Coronavirus: Why You Must Act Now. “Politicians, Community Leaders and Business Leaders: What Should You Do and When?” (March 10, 2020)

Deutsche Übersetzung: Coronavirus: Warum du jetzt handeln musst!.

Here in Germany all schools and daycare facilities have been closed for one week already and will remain so for at least the next four weeks.

Our state and our county have issued a general decree, imposing the following rules starting last night at midnight: All public places are closed, including roads. People are not allowed to leave their houses except to go to work, or to the doctor, or to shop for essential groceries. Gatherings of more than five people are prohibited. However, you are still allowed to go for walks by yourself or with people living in your own household if you keep at least two metres (six feet) of distance to other people. The decree is in effect for at least two weeks. (Our county shares a border with the Grand-Est region of France to the South, which has been declared an international risk area.)

“Einfach einsteigen und mitfahren!”

Deutsche Welle: Luxembourg makes public transport free.

“Luxembourg has become the first country in the world to provide public transport for free. The small EU hub aims to boost tram, train and bus usage and rid itself of traffic jams blamed on commuters using private cars.”

Deutsche Welle: Ab sofort kostenfreie Fahrt mit Bus und Bahn in Luxemburg. “Als erstes Land der Welt hat Luxemburg fast alle öffentlichen Verkehrsmittel gratis gemacht: Ab sofort braucht man in dem kleinen Großherzogtum für Bus, Bahn und Straßenbahn in der Regel keine Tickets mehr.”

“Der kostenfreie Transport ist Teil eines großen Konzepts zur Verkehrswende in Luxemburg. Parallel dazu werden Bus- und Bahnlinien massiv ausgebaut. Allein auf der Schiene investiert das Land von 2018 bis 2027 gut vier Milliarden Euro. Der kostenfreie ÖPNV beschert dem Luxemburger Staat Mehrausgaben von 41 Millionen Euro im Jahr. Viele Grenzgänger aus Frankreich, Belgien und Deutschland fahren ebenso wie die Mehrheit der Einheimischen des kleinen Großherzogtums mit ihrem Wagen zur Arbeit; Staus an der Grenze sowie im Zentrum der Hauptstadt sind an der Tagesordnung.

Eigentlich hatte der Gratis-Transport am Sonntag (1. März) losgehen sollen. Wegen der Feiern am Samstag hat die Regierung vor wenigen Tagen entschieden, den Start einen Tag vorzuziehen. “Das Interesse weltweit ist riesig”, resümiert Minister Bausch.”