Category Archives: Environment

“Keine Auswirkungen auf Ermittlungen gegen Ex-Chef Stadler”

Deutsche Welle: Audi kauft sich im Dieselskandal frei. “Geldbuße im Dieselskandal um Audi: Die Volkswagen-Tochter akzeptiert einen Bußgeldbescheid über 800 Millionen Euro. Damit werde das Verfahren der Staatsanwaltschaft München beendet.”

“”Die Audi AG bekennt sich damit zu ihrer Verantwortung für die vorgefallenen Aufsichtspflichtverletzungen”, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilunhg weiter. Die Buße dezimiert auch “unmittelbar” das Konzernergebnis von Volkswagen, wie die Audi-Mutter in Wolfsburg mitteilte. Auch die mit 30,8 Prozent an VW beteiligte Porsche SE wird dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Sie rechnet für 2018 aber immer noch mit einem Nettogewinn von 2,5 bis 3,5 Milliarden Euro.”

Wenn allein Porsche noch mindestens 2,5 Milliarden Euro Gewinn macht, wieviel macht dann Audi oder VW insgesamt? Ein Bußgeld von 800 Millionen Euro erscheint dagegen ziemlich gering.

“Hier oben habe ich meinen Platz in der Welt gefunden.”

Alexander Gersts Horizon Blog: Ein Platz in dieser Welt.

“Jeder Astronaut weiß, dass wir uns auf der Raumstation – umgeben vom kosmischen Vakuum – ständig in einer potenziell lebensgefährlichen Situation befinden: Zugleich aber fühlen wir uns hier oben relativ sicher, verglichen mit unserer lebensfeindlichen Umgebung.
[…]
Manche Risiken bleiben trotz aller Vorbereitung bestehen. Aber man muss sich auch eingestehen: Zur Entdeckung des Unbekannten gehört das dazu. Der US-Unternehmer und Philanthrop John Shedd hat das Anfang des 20. Jahrhunderts einmal sehr gut auf den Punkt gebracht, finde ich, als er sagte: „Für Schiffe ist es am sichersten, im Hafen zu bleiben. Dafür sind aber Schiffe nicht gemacht.“ Und von T.S. Eliot stammt das Zitat, dass nur diejenigen, die das Risiko eingehen, zu weit zu gehen, in der Lage sind, herauszufinden wie weit sie gehen können.

Wenn wir nicht bereit sind, einige Unwägbarkeiten einzugehen, kommen wir im Leben, und auch in der Raumfahrt nirgendwo hin. Und auch wenn man persönliche und globale Risiken natürlich nicht wirklich gegeneinander abwägen kann, lägen die größten Gefahren für die Menschheit letztlich darin, überhaupt nichts zu tun. Wenn wir das Weltall um uns herum nicht erforschen, werden wir uns vor den Risiken, die uns zum Beispiel durch Meteoriteneinschläge oder Weltraumstrahlung drohen, nie wappnen können. Und ohne den Blick von außen auf unsere Erde durch Satelliten hätten wir so globale, “innere” Bedrohungen unseres Daseins wie etwa den Klimawandel niemals entdeckt.”

Two days ago Alexander Gerst took over command on the space station: Video footage – change of command. Direct link to footage of the ceremony on YouTube here.

Stromversorgung ist auch trotz Kohleausstieg gesichert

Deutsche Welle: Braunkohle vom Hambacher Forst wird nicht mehr gebraucht. “Wissenschaftler sind sich einig: Für den deutschen Strombedarf wird die Braunkohle unter dem Hambacher Wald auch langfristig nicht gebraucht. Auf die Rodung könnte verzichtet werden – wenn es die Politik wollte.”

“Aus dem Abschaltplan der Fraunhofer-Forscher lassen sich auch die Braunkohlemengen genau ermitteln, welche vor allem die Kraftwerke Niederaußem und Neurath in den nächsten Jahren noch benötigen werden. Diese beiden Kraftwerke werden aus den Tagebauen Hambach und Garzweiler versorgt. Von heute bis 2030 benötigen sie demnach noch 250 bis 280 Millionen Tonnen Braunkohle.

Nach Angaben der Forscher liegen in den beiden Tagebauen Hambach und Garzweiler aber noch deutlich über 2000 Millionen Tonnen.

Würde die Politik diesen Vorschlag auch aus Klimaschutzgründen verfolgen, so wäre eine Rodung des Hambacher Waldes für die deutsche Energiesicherheit nicht mehr nötig, lautet ein Fazit der Autoren.

[…]

Der zügige Braunkohleausstieg in NRW sei wegen der Schäden bei der Verstromung zudem aber auch “wirtschaftlich vorteilhaft”. Hohe gesellschaftliche Kosten ließen sich durch den Kohleausstieg vermeiden, betont auch das Umweltbundesamt (UBA). Allein im Jahr 2016 entstanden der Gesellschaft verdeckte Mehrkosten durch Gesundheits- und Umweltschäden aus der deutschen Verstromung von Kohle in der Größenordnung von über 46 Milliarden Euro, so das UBA .

Würden auch diese Kosten bei der Betrachtung des Kohleausstiegs berücksichtigt, so wird deutlich, wie günstig ein Kohleausstieg für die Gesellschaft sein kann, selbst dann, wenn die Entschädigungszahlungen an die betroffenen Energiekonzerne sehr großzügig sind.

Laut RWE-Angaben liegt der Gewinn beim Betrieb von Braunkohlekraftwerken derzeit bei etwa drei Cent pro Kilowattstunde. Nach Angaben des UBA entstehen dabei zugleich aber Gesundheits- und Umweltschäden von über 19 Cent pro Kilowattstunde, die von den Bürgern als Krankenkassenbeiträge und Steuern getragen werden. Kohle und vor allem Braunkohle ist demnach in der Gesamtbetrachtung die teuerste Energie.”

“What is now called resisting is often Americans simply helping others: a concept so alien to the Trump administration that it is labelled as subversive.”

The Globe and Mail Opinion, by Sarah Kendzior: The resistance to Donald Trump is not what you think. “There is no unified, hierarchical group on the periphery trying to overthrow the U.S. government. There are only regular people, in every city, hoping for better, and trying to rescue the America they once knew”.
Sarah Kendzior is the author of The View From Flyover Country and the co-host of the podcast Gaslit Nation.

“There is no question that most Americans disapprove of Mr. Trump and the GOP. The question for November is whether dissent matters in the face of an increasingly autocratic regime, one whose disregard for rule of law is unparalleled in U.S. history, and one that may have engaged in voter suppression and one whose associates are being investigated for whether they collaborated with operatives of hostile states to win the previous election. The midterms have become an existential matter: Will we salvage our damaged democracy, or lose what rights remain? For non-white Americans, immigrants, women, LGBTQ Americans and other groups targeted by the administration, there is nothing abstract about this inquiry.

I spent most of the year on the road in America, and I don’t think we, as a people, are as cruel or mercenary as those who represent us. Political activists and Democrats are not as disorganized as pundits claim. Everything sounds confusing when you listen for a coherent message, and what you hear instead is an anguished cry. But at least that cry is honest. That cry means people still care. The worst sound, these days, is silence.”

Link via MetaFilter.

As if climate change didn’t happen fast enough already

NPR: Trump Administration Eases Regulation Of Methane Leaks On Public Lands.

“The Trump administration is rolling back another Obama-era energy regulation, this time one that aimed to curb methane leaks from oil and gas operations on tribal and public lands.

Methane is a powerful greenhouse gas, even more potent than carbon dioxide in the short term, that contributes to climate change. The Obama administration said that large amounts of methane are lost into the atmosphere through leaks, as well as intentional venting and flaring at energy production sites. It moved to limit that by requiring oil and gas companies to capture leaking and vented methane at existing sites, to gradually update their technology and to make plans for monitoring escaping gas.

The Government Accountability Office says as much as $23 million of potential royalty revenue from those gases is lost annually.

But in a statement, the Department of the Interior said that rule was “unnecessarily burdensome on the private sector.“”

(Emphasis mine.)

This is kind of an understatement. Each ton of methane has about the same effect as 21 to 25 tons of carbon dioxide, so it’s much worse. How about methane being “burdensome on the world’s climate”?