Category Archives: Health

Zwischen zwei Welten

Deutsche Welle: Donata – Einmal pflegen und zurück. “Donata ist eine von vielen tausend polnischen Frauen, die im fortgeschrittenen Alter noch in der Pflege in Deutschland arbeiten: Deutschland – Polen, hin und zurück. Arbeit in Deutschland, Familie in Polen.” (Video, 12:02min)

“Zwei bis drei Monate lang pflegt Donata den 80-jährigen, dementen Adolf Faulhammer in Baden-Württemberg, rund um die Uhr. Dann steigt sie wieder in den Bus und fährt 17 Stunden lang zurück nach Cestochowa nahe Krakau. Dort wartet bereits ihr Mann – er ist ebenso ein Pflegefall. Und auch der 19-jährige Sohn Alexander, der während Donatas Abwesenheit den Vater pflegt, ist froh, wenn sie wieder da ist. Ein Leben für die Pflege in zwei Ländern. Eine Reportage von Almut Röhrl.”

Da bleiben einem Nutella, Rocher und Küsschen im Halse stecken…

Deutsche Welle: Haselnüsse für Nutella vergiften Chile. “Eine der wichtigsten Zutaten für die Produkte des Süßwarenherstellers Ferrero sind Haselnüsse. Die werden unter anderem in Chile angebaut – unter fragwürdigen Bedingungen.”

“Ein Grund für die steigende Produktion von Haselnüssen in Chile ist vermutlich die lasche Umweltgesetzgebung. Die fehlenden Regulierungen beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln machen den Anbau kostengünstiger und effizienter. Auf den Haselnuss-Plantagen wird das wahrscheinlich krebserregende Glyphosat eingesetzt. Agrichile steht außerdem unter dem Verdacht, das giftige Pflanzenschutzmittel Paraquat zu verwenden. Paraquat wurde von der englischen Firma Imperial Chemical Industries entwickelt, deren Agrarsparte heute Teil des Schweizer Unternehmens Syngenta ist. In Chile wird das Umweltgift von Arysta und Anasac vermarktet.

Untersuchungen des Pestizd-Aktion-Netzwerks in Chile RAP (Red de Acción en Plaguicidas y sus Alternativas en Chile) warnen vor Gesundheitsschäden durch den Einsatz von Paraquat wie Nierenversagen, Atemnot, Lungenschmerzen, Seh- und Leberschäden, schweren Hautverletzungen, Todesfällen sowie Embryoschädigung. In der Europäischen Union ist Paraquat verboten, in Chile nicht.”

Keimschleudern

Deutsche Welle: Achtung Bakterien: Keime im Händetrockner. “Händetrockner in öffentlichen Toiletten sind Bakterien-Schleudern. Sie sollten verboten werden, sagen Wissenschaftler. Warum? Die Menschen waschen sich nicht richtig die Hände.”

“Die Forscher glauben, dass Händetrockner an öffentlichen Orten wie Krankenhäusern deshalb verboten werden sollten. Papierhandtücher, so die Forscher, absorbieren den Großteil des Wassers – und somit auch die Bakterien, die nach dem Händewaschen noch auf den Händen vorhanden sind. Diese Bakterien können dann nicht mehr im Raum verteilt werden.

Wichtig ist auch, dass Menschen sich nach der Toilettennutzung immer sorgfältig mit warmem Wasser und Seife die Hände waschen. Wer die Wahl hat, trocknet sich lieber mit Papier die Hände ab.”

“[R]efusing to accommodate pregnant women is often completely legal”

The New York Times: Miscarrying at Work: The Physical Toll of Pregnancy Discrimination. “Women in strenuous jobs lost their pregnancies after employers denied their requests for light duty, even ignoring doctors’ notes, an investigation by The New York Times has found.”

“One evening in January 2014, after eight hours of lifting, Erica Hayes ran to the bathroom. Blood drenched her jeans.

She was 23 and in the second trimester of her first pregnancy. She had spent much of the week hoisting the [Verizon] warehouse’s largest boxes from one conveyor belt to the next. Ever since she learned she was pregnant, she had been begging her supervisor to let her work with lighter boxes, she said in an interview. She said her boss repeatedly said no.

She fainted on her way out of the bathroom that day. The baby growing inside of her, the one she had secretly hoped was a girl, was gone.

“It was the worst thing I have ever experienced in my life,” Ms. Hayes said.”

Stromversorgung ist auch trotz Kohleausstieg gesichert

Deutsche Welle: Braunkohle vom Hambacher Forst wird nicht mehr gebraucht. “Wissenschaftler sind sich einig: Für den deutschen Strombedarf wird die Braunkohle unter dem Hambacher Wald auch langfristig nicht gebraucht. Auf die Rodung könnte verzichtet werden – wenn es die Politik wollte.”

“Aus dem Abschaltplan der Fraunhofer-Forscher lassen sich auch die Braunkohlemengen genau ermitteln, welche vor allem die Kraftwerke Niederaußem und Neurath in den nächsten Jahren noch benötigen werden. Diese beiden Kraftwerke werden aus den Tagebauen Hambach und Garzweiler versorgt. Von heute bis 2030 benötigen sie demnach noch 250 bis 280 Millionen Tonnen Braunkohle.

Nach Angaben der Forscher liegen in den beiden Tagebauen Hambach und Garzweiler aber noch deutlich über 2000 Millionen Tonnen.

Würde die Politik diesen Vorschlag auch aus Klimaschutzgründen verfolgen, so wäre eine Rodung des Hambacher Waldes für die deutsche Energiesicherheit nicht mehr nötig, lautet ein Fazit der Autoren.

[…]

Der zügige Braunkohleausstieg in NRW sei wegen der Schäden bei der Verstromung zudem aber auch “wirtschaftlich vorteilhaft”. Hohe gesellschaftliche Kosten ließen sich durch den Kohleausstieg vermeiden, betont auch das Umweltbundesamt (UBA). Allein im Jahr 2016 entstanden der Gesellschaft verdeckte Mehrkosten durch Gesundheits- und Umweltschäden aus der deutschen Verstromung von Kohle in der Größenordnung von über 46 Milliarden Euro, so das UBA .

Würden auch diese Kosten bei der Betrachtung des Kohleausstiegs berücksichtigt, so wird deutlich, wie günstig ein Kohleausstieg für die Gesellschaft sein kann, selbst dann, wenn die Entschädigungszahlungen an die betroffenen Energiekonzerne sehr großzügig sind.

Laut RWE-Angaben liegt der Gewinn beim Betrieb von Braunkohlekraftwerken derzeit bei etwa drei Cent pro Kilowattstunde. Nach Angaben des UBA entstehen dabei zugleich aber Gesundheits- und Umweltschäden von über 19 Cent pro Kilowattstunde, die von den Bürgern als Krankenkassenbeiträge und Steuern getragen werden. Kohle und vor allem Braunkohle ist demnach in der Gesamtbetrachtung die teuerste Energie.”