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Blick auf den blauen Punkt im All

re:publica 2015 – Alexander Gerst: Blue Dot Mission – Sechs Monate Leben und Arbeiten auf der ISS. (YouTube, 1:12h)

“Man sieht Krieg. Wir haben Bomben und Raketen fliegen sehen über Gaza. […] Wenn es wirklich intelligentes Leben im Universum gibt und die uns irgendwann mal besuchen kommen, dann wäre das das erste, was die sehen. Wir sind eine Spezies, die sich auch intelligent nennt, und das erste, was man von uns sieht ist, dass wir unsere Lebensgrundlange, die sehr zerbrechlich ist und sehr begrenzt ist, zerstören und uns gegenseitig umbringen. Das ist das, was man von außen sieht, und ich wüsste nicht, wie man irgend jemandem erklären sollte, warum wir das tun.”

(Zitat ab 0:36:53)

Damals wurde Gerst auch gefragt, wie die Chancen stehen, dass er noch einmal ins All fliegt. Heute kann er auf seine zweite Mission, Horizons, im Jahr 2018 zurückblicken.

(Hinweis: Die Kommentare unter dem Video sollte man besser überwiegend nicht lesen… aber das versteht sich bei YouTube eigentlich von selbst.)

Masern: “Auch Deutschland unter der 95-Prozent-Quote”

Deutsche Welle: EU beklagt unzureichende Masern-Impfraten. “Die EU-Kommission ist besorgt über den absinkenden Impfschutz gegen Masern. Im Jahr 2017 hätten nur noch vier Mitgliedsländer die notwendige Impfrate von 95 Prozent erreicht, kritisiert Kommissions-Vize Katainen.”

“Erst am vergangenen Donnerstag hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin die Zahlen für Deutschland veröffentlicht: Danach hatten 2017 zwar mehr als 97 Prozent der eingeschulten Kinder die erste Massenimpfung erhalten, aber nur 92,8 Prozent die wichtige zweite. Das RKI registrierte laut Gesundheitsministerium im vergangenen Jahr 543 Masernerkrankungen, in diesem Jahr waren es bislang bereits mehr als 300.
[…]
Masern sind eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit. Diese wird durch Tröpfcheninfektion übertragen und ist hochansteckend. Bei Infizierten treten nach zehn bis zwölf Tagen Fieber, Husten, Schnupfen und gelegentlich Gelenkschmerzen auf. Etwas später erscheint ein roter, fleckiger Hautausschlag. In einem von 1000 Fällen kommt es zu einer Gehirnentzündung, die Krankheit kann tödlich verlaufen.”

Mehr als nur Medikamente gegen HIV

Deutsche Welle: Mediziner: Gegen HIV brauchen wir mehr als Medikamente. “Wenn jeder HIV-Positive mit antiretroviralen Mitteln behandelt würde, gäbe es keine weiteren Infektionen – so das Ergebnis einer britischen Studie. Doch Sexualmediziner Norbert Brockmeyer ist skeptisch.”

Was ist Ihrer Ansicht nach nötig, um Aids zu eliminieren?

Eine Infektionskrankheit wirklich auszurotten, schafft man nur durch eine Impfung. Aber wir müssen ja nur mal auf das Problem schauen, das wir jetzt mit Masern haben oder auf das Problem, das gerade in Amerika wieder aufgetreten ist: Meningokokken-Infektionen, die oft tödlich verlaufen können. Wir haben zwar einen Impfstoff, die Leute wollen sich aber aus recht fraglichen und oft nicht nachvollziehbaren Gründen nicht impfen lassen.”

“Fridays For Future” und Klimanotstand

Deutsche Welle: Schüler in Deutschland und der Schweiz fordern den Klimanotstand. “Dutzende Städte weltweit haben bereits den Klimanotstand ausgerufen. Schüler der Klimaschutzbewegung “Fridays for Future” bringen den Trend nun nach Deutschland und in die Schweiz. Was genau ist ein Klimanotstand?”

“Die Idee der Basler Schüler hat auch andere Schweizer Städte inspiriert. Zürich, Bern und Luzern überlegen, ebenfalls den Klimanotstand auszurufen. Auch in Deutschland ist die Bewegung angekommen, wo Schüler und Studenten für den Schritt bei ihren Lokalpolitikern werben. Die 19-jährige Louisa Schocke, die in Deutschland die “Fridays for Future” Proteste mitorganisiert, hat in Erlangen einen Antrag auf die Erklärung eines Klimanotstands eingereicht. Ende März stimmte einee Bürgerversammlung mit einer Mehrheit von 99 Prozent dafür. Nun muss der Stadtrat entscheiden.”

“Regierung sieht sich nicht gebunden”

Deutsche Welle: Unterhaus erzwingt Abstimmungen über Brexit-Alternativen. “Premierministerin May hat noch immer keine Mehrheit für ihren Brexit-Deal im Parlament in Aussicht. Nun wollen die Abgeordneten auf eigene Faust eine Alternative suchen und sichern sich größeren Einfluss auf den Brexit.”

“Das Unterhaus in London bietet der Regierung Paroli. Es nahm den Antrag einer Gruppe Parlamentarier am Abend in der Schlussabstimmung mit 329 zu 302 Stimmen an. Die Vorlage gibt dem Parlament die Möglichkeit, eine Reihe von Abstimmungen über Alternativen zum Brexit-Kurs von Regierungschefin Theresa May abzuhalten.

Das Abstimmungsergebnis bedeutet eine bittere Schlappe für die Premierministerin. Sie hatte sich wiederholt dagegen ausgesprochen, dass das Unterhaus entsprechende Befugnisse bekommt. Mehrere Staatssekretäre legten ihre Ämter nieder, um gegen die Regierung votieren zu können. Der Brexit-Experte der oppositionellen Labour-Partei, Keir Starmer, bezeichnete das Ergebnis via Twitter als “weitere demütigende Niederlage für die Premierministerin, die komplett die Kontrolle über ihre Partei, ihr Kabinett und den Brexit-Prozess verloren hat”.”