Monthly Archives: June 2020

“Trump hat einen unglaublichen Machtinstinkt.”

Deutsche Welle: Philosoph Hösle: Trump zeigt “klassische Strategie eines Diktators”. “Für den Philosophen Vittorio Hösle steht das transatlantische Verhältnis an einem Scheideweg. Im Falle einer Wiederwahl von US-Präsident Trump hält er ein Auseinanderfallen für möglich.”

Falls Trump als Präsident wiedergewählt wird…
…wird es um die Einheit des Westens noch viel schlimmer stehen als jetzt schon. Aus dem Bolton-Bericht wissen wir, dass Trump eigentlich aus der NATO austreten wollte. Und im Falle seiner Wiederwahl würde er jede weitere Gelegenheit nutzen, die europäischen Länder zu demütigen. In seinem Weltbild spielt Europa kaum eine Rolle. Er hat im Grunde das Weltbild eines Mobsters, eines Clanchefs, der die Welt in Einflusssphären einteilt nach dem Motto “Dieser Teil der Stadt ist für meine Drogenhändler, der andere ist für dich”. Ansonsten hat er keinerlei Verständnis für Verfassung oder Gewaltenteilung. Das verachtet er alles. Deshalb: Wenn er wiedergewählt wird, wird es noch düsterer werden.”

“Vittorio Hösle, am 25. Juni 1960 als Sohn einer italienischer Mutter und eines deutschen Vaters in Mailand geboren, lehrt seit rund 20 Jahren an der University of Notre Dame im US.Bundesstaat Indiana.Zuvor war er an Universitäten in Deutschland und der Schweiz tätig und leitete das Forschungsinstitut für Philosophie in Hannover. Hösle ist Beiratsmitglied im “Komitee für eine Demokratische UNO“. Papst Franziskus berief ihn 2013 in die Päpstliche Akademie der Sozialwissenschaften.”

“Why were so many predators getting away with it? And what would it take to stop them?”

The New York Times: The Rape Kit’s Secret History. “This is the story of the woman who forced the police to start treating sexual assault like a crime.” By Pagan Kennedy.

“How could a tool as potentially powerful as the rape kit have come into existence in the first place? For nearly two decades, I’d been reporting on inventors, breakthroughs and the ways that new technologies can bring about social change. It seemed to me that the rape-kit system was an invention like no other. Can you think of any other technology designed to hold men accountable for brutalizing women?

As soon as I began to investigate the rape kit’s origins, however, I stumbled across a mystery. Most sources credited a Chicago police sergeant, Louis Vitullo, with developing the kit in the 1970s. But a few described the invention as a collaboration between Mr. Vitullo and an activist, Martha Goddard. Where was the truth? As so often happens in stories about rape, I found myself wondering whom to believe.

[…]

The rape-kit idea was presented to the public as a collaboration between the state attorney’s office and the police department, with men running both sides… and little credit given to the women who had pushed for reform. Ms. Goddard agreed to this […] because she saw that it was the only way to make the rape kit happen.”

Corona-Warn-App

Seit heute ist die Corona-Warn-App in Deutschland im App Store oder Google Play Store verfügbar.

Nähere Informationen gibt es auch bei der Bundesregierung: FAQ zur Corona-Warn-App.

Bin ich verpflichtet, die Corona-Warn-App zu installieren?
Nein. Sie entscheiden selbst, ob Sie die App nutzen wollen. Die Nutzung der Corona-Warn-App ist freiwillig und dient Ihrem persönlichen Schutz, sowie dem Schutz Ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger. Ziel der Corona-Warn-App ist es, Corona-Infektionsketten schnell zu erkennen und zu unterbrechen. Alle Nutzer sollen zuverlässig und zeitnah über Begegnungen mit Corona-positiv getesteten Personen, die die App nutzen, und damit über eine mögliche Übertragung des Virus informiert werden. So können Sie sich rasch freiwillig isolieren und testen lassen und zu einer Eindämmung der Corona-Pandemie beitragen. Sie können die App jederzeit löschen. Damit werden auch alle von der App gespeicherten Informationen gelöscht.

Warum sollte ich die Corona-Warn-App nutzen?
Sie tragen damit aktiv zur Eindämmung der Pandemie bei. Je schneller Corona-positiv getestete Personen und ihre Kontaktpersonen informiert werden, desto weniger kann sich das Virus verbreiten. Die App hilft Ihnen also, sich selbst, Ihre Familie, Ihre Freunde und Ihr gesamtes Umfeld zu schützen. Ohne diese technische Hilfe müssten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitsämter jeden Fall persönlich verfolgen. Das ist sehr zeitintensiv und oft ist es gar nicht möglich, alle Kontaktpersonen zu finden: Denn wer erinnert sich schon an jeden Menschen, den man getroffen hat? Die Corona-Warn-App löst diese Probleme.”

Update: Deutsche Welle: German COVID-19 warning app wins on user privacy. “While some countries have had apps to record contacts between people and make infection chains traceable for a while now, Germany has taken its time. But for good reason: Its app is very good at protecting private data.”

Schengen lebt wieder – vive l’espace Schengen!

Deutsche Welle: Coronavirus latest: Europe reopens borders for summer travel. “Germany and France are among many European countries reopening their borders to fellow European travelers, three months after coronavirus lockdown measures went into force.”

We live about 27km (17 miles) from the French border. Thanks to the Schengen agreement there have never been border controls since we moved to this area. In fact, border controls between France and Germany (and other Schengen countries) were abolished in March 1995, so it had been 25 years without controls when the Corona pandemic forced the borders closed earlier this year. Even though we don’t go there very often, it feels good that the borders are open once again. I almost feel like driving there this afternoon, just because I can!

Deutsche Welle: Europas Grenzen öffnen sich wieder. “Polen, Tschechien, Frankreich, Norwegen: Die wegen der Corona-Pandemie eingeführten Beschränkungen an innereuropäischen Grenzen fallen nach und nach weg. Die “günstige Entwicklung” macht’s möglich.”

Schengen lebt wieder. “Die wegen der Corona-Krise geschlossenen EU-Binnengrenzen sind wieder weitestgehend offen. Deutsche und Franzosen freuen sich in Kehl und Straßburg über das Ende der Personenkontrollen.”

Schön, dass heute nach drei Monaten die Grenze zu Frankreich wieder geöffnet ist. Die Grenzkontrollen zwischen uns und unseren Nachbarn sind aufgrund des Schengen-Abkommens vor 25 Jahren weggefallen – bis die Corona-Pandemie kam. Hoffen wir, dass die Infektionszahlen sich so günstig entwickeln, dass die Grenzen nicht wieder geschlossen werden müssen!