“Was haben Eltern gegen den Schulbesuch?”

Deutsche Welle: Homeschooling und Freilernen: Eltern gegen Schulpflicht. “”Wunderlich gegen Deutschland” – Eine Familie aus Hessen klagte vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, weil die Polizei ihre Kinder abholte. Auch andere Eltern sind gegen die Schulpflicht für alle.”

“Die Verletzung der Schulpflicht gilt in den meisten Bundesländern als Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld geahndet wird. In Hessen können Haftstrafen bis zu sechs Monaten verhängt werden. Deutsche Behörden und Gerichte betonen, dass die Schulpflicht dazu diene, allen die demokratischen Werte des Grundgesetzes zu vermitteln. Sie sorge dafür, dass sich niemand in Parallelgesellschaften absondere oder dem Dialog mit Andersdenkenden verschließe. Dirk Wunderlich weist den Verdacht der Abschottung zurück: Kinder von Heimschuleltern seien oft in Vereinen aktiv, seine Kinder seien im ganzen Ort und darüber hinaus mit unterschiedlichsten Menschen vernetzt, dafür habe er dem Familiengericht viele Zeugen präsentiert.”

Was ich als Lehrer von Homeschooling halte, dürfte klar sein. Es gibt sicher Dinge, die Kinder und Jugendliche sich selbst beibringen können, sei es mit Hilfe von Büchern, Baukästen oder dem allgegenwärtigen Internet. Es gibt aber auch Dinge, die können sie nur in der Schule lernen, z. B. in naturwissenschaftlichen Fächern, wo die Schule eine ganz andere Ausstattung zum Experimentieren bieten kann als das traute Heim. Nicht umsonst studieren Lehrer jahrelang.
Auch die Tatsachen, dass der Besuch einer Schule demokratische Werte vermittelt, zum kritischen Denken und zum Hinterfragen ermutigt und unter Umtänden einen wichtigen Kontrast zur Einstellung des Elternhauses bietet, sind nicht zu unterschätzen.

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