“Jetzt kommt es auf jeden von uns voll an, niemand kann sich zurückziehen.”

ESA Blog von Alexander Gerst: Zu dritt im All. “Durch den Zwischenfall beim Soyuz-MS-10-Flug, der unsere Kollegen Alexey Ovchinin und Nick Hague im Oktober zur ISS hätte bringen sollen, werden Serena, Sergey und ich nun noch einige Wochen länger als geplant nur zu dritt hier im All sein: voraussichtlich bis zum 3. Dezember, bis die nächste Crew zu uns hinzustößt.”

“Man kann sich die ISS wie ein großes Haus vorstellen, mit vielen technischen Eigenheiten und Systemen, bei denen es natürlich auch manchmal hakt. Wer lange darin gelebt hat, weiß ganz genau, wie man es bedient und wie man viele knifflige Situationen löst. Doch wer neu einzieht, hat keine Ahnung von diesen Eigenheiten – und kann sich darauf im Vorfeld auch nicht vorbereiten.

Es gibt tausend kleine Ideen, mit denen irgendeine Crew auf der ISS irgendwann einmal ein Problem gelöst hat. Doch all dies aufzuschreiben, wäre unmöglich. Es ist eine Weltraum-Lebenskultur, die sich über Jahre entwickelt hat.

Normalerweise bleiben bei einer Übergabe mindestens zwei Monate, um all diese Kniffe der nächsten Crew zu erklären: Wir aber werden dafür jetzt nur zwei Wochen Zeit haben, während die Neuen sich gleichzeitig auch noch an die Herausforderungen des Weltraums gewöhnen müssen.”

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