Ein halbes Grad Unterschied

Deutsche Welle: Klimawandel begrenzen, um Arten zu schützen. “Naturschützer kämpfen dafür, Arten vor dem Aussterben zu bewahren. Klimaschutz ist möglicherweise eine Schlüsselmaßnahme. Er könnte die Tiere bewahren, von denen wir am abhängigsten sind.”

“Die Forscher untersuchten drei Szenarios: eine Erderwärmung von 1,5 Grad, 2 Grad und von 3,2 Grad Celsius. Auf letzteren Wert laufen wir derzeit zu, wenn alle Länder ihre international abgegeben Versprechen in punkto CO2-Emissionsreduktion einhalten.

Nach derzeitigem Verlauf würden bis zum Jahr 2100 etwa 49 Prozent aller Insekten, 44 Prozent aller Pflanzen und 26 Prozent aller Wirbeltiere die Hälfte ihres Lebensraum verlieren. Beschränkt sich die Erderwärmung auf 2 Grad Celsius, wären es noch 18%, 16% beziehungsweise 8%. Und bei einer Erwärmung von 1,5 Grad Celsius erniedrigt sich die Zahl der betroffenen Arten auf 6% der Insekten, 4% der Pflanzen und 4% der Wirbeltiere. In dem Fall hätte quasi der Großteil der weltweiten Arten Glück gehabt.

“Die aktuelle Studie bestätigt frühere Erkenntnisse, dass der Klimawandel die Biodiversität bedroht”, sagt Tiffany Knight vom deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung in Leipzig. “Es gibt klare und eindeutige Belege dafür, dass der Klimawandel bereits die geographische Verbreitung, die Häufigkeit und die Migrationsmuster von Arten beeinflusst hat und damit die Biodiversität des Planeten bedroht.”

Aber, so fügt die hinzu: “Wenn wir als globale Gemeinschaft die Ziele des Pariser Klima-Abkommens erreichen oder übertreffen können, dann können wir einige der prognostizierten dramatischeren Verluste verhindern, die fatale Folgen für uns Menschen hätten.” “

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