Nazi-Zeit im Schulunterricht

Handesblatt: Nazi-Zeit im Unterricht: Hitlers „Mein Kampf“ soll an Schulen eingesetzt werden. Von Dietmar Neuerer und Torsten Riecke.

“Bald ist Hitlers „Mein Kampf“ wieder im deutschen Buchhandel erhältlich – als kommentierte Ausgabe. Sollen auch Schüler mit der Hetzschrift konfrontiert werden? Lehrerverband und SPD sind dafür, nennen aber Bedingungen.
[…]
Die Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, lehnt eine Verwendung von Hitlers „Mein Kampf“ im Schulunterricht ab. „Solange das Judentum als Religion sowie das blühende jüdische Leben in Deutschland vor 1933 und die Errungenschaften, die unser Land jüdischen Menschen verdankt, im Schulunterricht wenn überhaupt nur stiefmütterlich aufgegriffen werden […] halte ich es für unverantwortlich ausgerechnet die zutiefst antijüdische Schmähschrift „Mein Kampf“ im Unterricht zu behandeln“, sagte Knobloch dem Handelsblatt.”

Stellungnahme von Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes.

Update in English:
The Guardian: Bring Mein Kampf into schools to tackle extremism, say German teachers.

“Germany’s association of teachers has said an annotated edition of Adolf Hitler’s Mein Kampf should be taught in senior high school to help “inoculate” teenagers against political extremism. The Nazi leader’s antisemitic diatribe has not been printed in Germany since the end of the second world war, but an annotated and critical edition is due to be published next year. […]
Prominent German Jewish community leader Charlotte Knobloch opposed the idea, telling the newspaper that using the “profoundly anti-Jewish diatribe” as teaching material would be irresponsible.”

The Guardian cites “Germany’s association of teachers”, which is an umbrella organization for four associations with about 160,000 members.