Archive for October, 2001

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Wednesday, October 31st, 2001

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wednesday, October 31 2001

Wednesday, October 31st, 2001

Ängste und Risiken

Letzte Woche in der Zeit:
Risiko: Die Angst des Rauchers… … vor dem Schlangenbiss – oder: Warum wir Risiken wie Anthrax oder BSE fürchten und andere unterschätzen. Von Sabine Etzold.

Ein ähnliches Phänomen gibt es übrigens auch beim Umweltbewußtsein (eins der Themen meiner mündlichen Prüfung in Erziehungswissenschaft): Fragt man die Bürger nach ihrer Einschätzung, wie sich der Zustand der Umwelt in den letzten Jahren allgemein entwickelt hat, so antwortet fast jeder, die Lage hätte sich verschlechtert. Nach der Situation in ihrem persönlichen Umfeld gefragt, lautet die Antwort jedoch meistens, es sei besser geworden. (“Überall wird es schlimmer, außer bei mir vor der Haustür.”) Und entsprechend machen sich die Leute auch viel mehr Sorgen um Umweltkatastrophen, selbst wenn sie noch so weit entfernt stattfinden, als um die Qualität des Wassers, das bei ihnen zu Hause aus der Leitung kommt.

Community

Und für Jörg noch ein Kaffeelink. Heute in der Zeit gelesen:

Genuß: Sucht aus der Tasse? – “Lange galt Kaffee als ungesund. Neue Forschungen fanden: Nicht die Bohne.” Von Achim Wüsthof.

“Die Frage, ob Kaffee gesundheitsschädlich ist, beschäftigt die Gelehrten nicht erst seit kurzem. Schon im 18. Jahrhundert interessierte sich der damalige schwedische König Gustaf III. dafür: Er begnadigte ein zum Tode verurteiltes Zwillingspaar unter der Bedingung, dass einer von beiden dreimal täglich eine große Schale Tee trinken musste und der andere die entsprechende Menge Kaffee. Der Teetrinker starb als Erster – im für damalige Verhältnisse biblischen Alter von 83 Jahren. Die königlichen Ärzte folgerten, Kaffee sei weniger gefährlich als Tee.”

Ich mag trotzdem lieber Tee… aber jedem das seine.

Garret is back! Sounds like you guys had a great time. And I like the photos from Grand Canyon; looking forward to seeing more pictures!

Internal

It seems that Google has recently indexed the pictures on my site. I had 39 referrers from images.google.com during the last 24 hours, but I never noticed any from there before.

Englisch-Deutsch

LEO bietet ein gutes Englisch-deutsches Wörterbuch. Der Clou: Dazu gibt es auch ein Bookmarklet für IE- und Netscape-Benutzer. Man braucht nur ein englisches Wort im Browserfenster markieren und das Bookmarklet klicken, und schon bekommt man die Übersetzung geliefert!

Link via André, der es auf einem anderen Weblog entdeckt hat.

Monday, October 29 2001

Monday, October 29th, 2001

Zu Hause Tourist spielen

Irgendwo zwischen Köln und Leverkusen, also quasi bei uns in der Nachbarschaft, gibt es den Japanischen Garten der Bayer-Werke. Weil ich damals verpaßt habe, den berühmten Japanischen Garten im Golden Gate Park, San Francisco anzusehen, habe ich jetzt gewisses Nachholbedürfnis… und wie schön der Park ist, zeigt Ingi hier: Der japanische Garten vor den Toren Kölns. Sehr schöne Fotos und dazu passende Haikus.

Die Site mit den schönen Fotos gehört übrigens einer Lehrerin aus Köln, die Web-Tagebuch schreibt. Würde mich mal interessieren, ob ihre Schüler da auch mitlesen… Die Frage habe ich mir schon gestellt, weil ich ja bald mit dem Referendariat anfange. “Googeln” die Schüler heute ihre neuen Lehrer?

English

Whoops, third post in German in a row. Yes, I still speak English. At the moment, all my time is filled with mathematics, and that’s what the previous posts were about. Don’t worry, the exam is in a day and a week, and you won’t hear me talking about math after that. At least for a while.

Geometrie

Auf der Suche nach dem Feuerbachkreis bin ich auf GEONET gestoßen:

”GEONET ist ein dynamisches Geometrieprogramm mit dem Konstruktionen am Computer durchgeführt werden können. Entwickelt wurde es am Lehrstuhl für Mathematik und ihre Didaktik der Universität Bayreuth.

Zwar sind dynamische Geometrie-Programme schon seit längerer Zeit im Unterricht anzutreffen, doch GEONET geht einen entscheidenden Schritt weiter: […]

Der wesentliche Unterschied zu diesen “herkömmlichen” Programmen ist, dass GEONET in der Programmiersprache Java entwickelt wurde. Damit kann GEONET in WWW-Seiten eingebunden und in einem Web-Browser […] ausgeführt werden.”

Als Beispiel kann man den Feuerbachkreis ansehen und Durch Ziehen der Ecken des Dreiecks sehen, wie seine Lage sich verändert. Weitere Beispiele gibt es hier.

Sunday, October 28 2001

Sunday, October 28th, 2001

Mathematik

In meinen Referrern gefunden: Hirnwindungen – Das Kabinett des Denkens. Auf der Site hat Reinhard Schmidt Links zum Thema Mathematik sowie zu Unterrichtsmaterialien und Didaktik zusammengestellt. Sehenswert ist auch die Abteilung Rätsel.

In der Kategorie Mathematik – Philosophie ist meine Hausarbeit zum Thema Warum gehört die Mathematik zur Bildung? verlinkt. Dankeschön! facehappy:

Außerdem habe ich dieses nette Zitat auf der Titelseite gefunden:

“Die Mathematik ist eine Wissenschaft,

wo man niemals weiß, wovon man spricht,

noch auch ob das, was man sagt, wahr ist. — Bertrand Russell

Genau so komme ich mir momentan manchmal vor: Ich weiß nicht, wovon ich rede…

Friday, October 26 2001

Friday, October 26th, 2001

Lehrerausbildung

Unispiegel: Lehrerausbildung – Vernichtendes Zeugnis.

“Das Lehramtsstudium in Deutschland taugt nicht viel. Angehende Lehrer lernen alles Mögliche – nur nicht das, was sie in der Schule brauchen. Reformen in der Ausbildung sollen Studenten und Referendare künftig besser auf den Job im Klassenzimmer vorbereiten.”

Ein paar Anmerkungen: Im Artikel steht, Referendare erhielten durchschnittlich etwa 1800 Mark netto im Monat. Das kann ich kaum glauben. Referendare, die in NRW an einem Gymnasium unterrichten, erhalten (A13 Z) genau 1.007,16 Euro – das sind 1.969,83 DEM – brutto. Für Verheiratete kommen nochmal 100 Euro dazu, für Kinder entsprechend mehr. Man kann ja ungefähr abschätzen, was netto übrigbleibt – und ich kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, daß so viele Referendare so viele Kinder haben. Außerdem werden Lehramtsanwärter an Grund-, Haupt- und Realschulen ja noch schlechter bezahlt.

Und was die Praxis an den Unis angeht: In meinem Studium habe ich vier Wochen Schulpraktikum gemacht, während der ich insgesamt sieben oder acht Stunden unterrichtet habe, davon eine eigenverantwortlich als Vertretung für einen ausgefallenen Lehrer. Und das ist noch viel, denn ich habe mein Praktikum selbst organisiert. Wer am von der Uni organisierten Praktikum teilnimmt, unterrichtet selbst eine bis zwei Unterrichtsstunden pro Fach, also nur die Hälfte, und wird dabei nicht nur von dem Lehrer der Klasse, sondern zusätzlich vom Prof und den anderen zehn Seminarteilnehmern beobachtet.

Zusammenfassend kann man sagen:

“‘Die Professoren müssen endlich von ihrem hohen wissenschaftlichen Ross herunter und in die Schulen gehen, um zu erfahren, was da überhaupt los ist’, fordert Schulleiterin Enja Riegel aus Wiesbaden. Und die Lehramtsstudenten müssen für sich so früh und so lang wie möglich in Praktika herausfinden können, ob sie für den Beruf überhaupt taugen.”

Bei den Professoren sind hauptsächlich die Professoren für Erziehungswissenschaft gemeint. Bei manchen Profs hatte ich nämlich den Eindruck, daß sie seit ihrer eigenen Abiturfeier keine Schule mehr von innen gesehen hatten – es sei denn bei der Einschulung ihrer Kinder.

Update: Kommentar eines Experten zum Thema:

“In Deutschland sind Reformen leider noch schwerer durchzusetzen als in zentralistischen Staaten, denn hier müssen sich erst einmal 16 Kultusminister einig sein.”

Mein Vater war übrigens 20 Jahre als Seminarleiter an einem Ausbildungsseminar tätig und ist jetzt stellvertretender Schulleiter an einer Realschule.

Noch 25 Tage…

… dann ist meine letzte Prüfung und damit das Studium vorbei. Das Wissen, daß vieles von dem, was ich in den letzten Jahren gelernt habe und jetzt für die Prüfungen pauke, mir im Beruf nichts nützen wird, erhöht die Lernmotivation nicht gerade. Trotzdem muß ich jetzt weiter Funktionentheorie und Didaktik der Stochastik lernen.