Category Archives: Environment

“Niederlande schlägt ein 55-Prozent-Ziel vor”

Deutsche Welle: EU-Kommission schlägt neue Klimaziele vor. “Während die US-Regierung eine Aufweichung der Klimaschutzauflagen ankündigt, will die EU-Kommission das offizielle Klimaziel für 2030 deutlich hochschrauben. Von der deutschen Industrie kam heftiger Widerspruch.”

“In Europa schürt der Hitzesommer Sorgen, dass der Klimawandel längst Fahrt aufnimmt. Auch deshalb will EU-Energie- und Klimakommissar Miguel Arias Canete jetzt neue Klimaziele diskutieren. Im Vergleich zu 1990 sollen bis 2030 die Treibhausgase um 45 Prozent gesenkt werden – zuvor waren 40 Prozent festgelegt worden. Für seine Pläne braucht Canete die Unterstützung der EU-Staaten. Sie sollen sich im Oktober beim Rat der Umweltminister damit befassen, rechtzeitig vor der nächsten UN-Klimakonferenz in Polen.

Der Klimakommissar wirbt mit einer einfachen Rechnung für seinen Vorschlag: Sofern die bereits getroffenen EU-Beschlüsse zum Energiesparen und zum Ausbau erneuerbarer Energien umgesetzt würden, seien keine zusätzlichen gesetzlichen Vorgaben nötig. “Auf Grundlage unserer Rechenmodelle würden wir de facto eine Reduzierung der Treibhausgase um 45 Prozent in der EU erreichen”, erklärte Cañete. Statt um 30 Prozent soll die Energieeffizienz bis 2030 um 32,5 Prozent steigen; der Anteil von Ökoenergie am gesamten Bedarf soll auf 32 Prozent wachsen statt nur auf 27 Prozent.”

“Heißzeit”

Deutsche Welle: Domino effect could heat up Earth by 5 degrees Celsius — despite Paris climate deal. “Even if the Paris Agreement is successfully implemented, the planet could still heat up by 5 degrees Celsius, scientists warn. This “hothouse” climate would make parts of the world uninhabitable.”

“The global average temperature in such a case would in the long-term settle between 4 to 5 degrees warmer compared to pre-industrial levels, their study found.

Sea levels would rise 10 to 60 meters (33 to 197 feet), flooding numerous islands and coastal cities such as Venice, New York, Tokyo and Sydney. Such major population centers would have to be abandoned.

Scientists call this a “hothouse Earth” climate scenario.”

Deutsche Welle: Domino-Effekt könnte Erde um fünf Grad aufheizen – trotz Pariser Klimavertrag. “Selbst wenn das Pariser Abkommen erfolgreich umgesetzt würde, könnte sich die Erde wegen eines Domino-Effekts um vier bis fünf Grad erwärmen, warnen Wissenschaftler. Teile der Welt wären dann unbewohnbar.”

“Die globale Durchschnittstemperatur würde sich in diesem Fall auf lange Sicht zwischen vier bis fünf Grad über dem Durchschnitt der vorindustriellen Zeit einpendeln. Meeresspiegel würden um 10 bis 60 Meter steigen. Zahlreiche Inseln und Küstenstädte wie Venedig, New York, Tokio und Sydney würden überschwemmt, Teile der Erde unbewohnbar werden. Wissenschaftler nennen dieses Szenario “Heißzeit”.”

“When we saw this, we knew straight away, this had never been seen or recorded before”

Royal Commission on the Ancient and Historical Monuments of Wales: Cropmarks 2018.

“The unprecedented spell of hot, dry weather across Wales has provided perfect conditions for archaeological aerial photography. As the drought has persisted across Wales, scores of long-buried archaeological sites have been revealed once again as ‘cropmarks’, or patterns of growth in ripening crops and parched grasslands. The Royal Commission’s aerial investigator Dr Toby Driver has been busy in the skies across mid and south Wales over the last week documenting known sites in the dry conditions, but also discovering hitherto lost monuments. With the drought expected to last at least another two weeks Toby will be surveying right across north and south Wales in a light aircraft to permanently record these discoveries for the National Monuments Record of Wales, before thunderstorms and rain wash away the markings until the next dry summer.”

NPR: In Ireland, Drought And A Drone Revealed The Outline Of An Ancient Henge.

“A drone flight and a lingering dry spell have exposed a previously unknown monument in Ireland’s Boyne Valley, forgotten for thousands of years and long covered by crops — which, struggling to cope with a lengthy drought, finally revealed the ancient footprint.

Photographer and author Anthony Murphy discovered the site. He was flying a drone near Newgrange, a famous prehistoric stone monument in County Meath, on Tuesday, taking pictures of the known archaeological attractions. Then he saw something strange — a perfect circle, etched in the color of the crops, in an otherwise unremarkable field.”

Links via MetaFilter: It’s like a carpet and chair, only with vegetation and buildings, In Ireland, Drought and a drone revealed the outline of an ancient henge.

Diesel-Nachrüstung? Geht doch!

Deutsche Welle: Diesel-Nachrüstung? Geht doch!

Während die deutschen Autobauer weiter nur Software-Updates für Diesel anbieten, bietet ein Mittelständler aus Witten eine Hardware-Lösung an, die nicht nur bezahlbar, sondern vor allem effizient ist.

“Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) drängt zwar auf eine Nachrüstung der Hardware von Dieselfahrzeugen, doch die Automobilhersteller lehnen eine Kostenübernahme ab und halten eine Softwareupdate für ausreichend.

Dabei gibt es eine Hardware, die die Stickoxidwerte nachweislich sogar unter die Euro 6-Grenze von 80 Milligramm pro Kilometer drücken kann. Zum Nachrüstungspreis von rund 3000 Euro.

Entwickelt hat dieses System das Zulieferunternehmen Twintec in Witten in Nordrhein-Westfalen, ein auf Abgasnachbehandlung spezialisiertes Tochterunternehmen der Baumot-Gruppe.
[…]
Im Prinzip ist dieses System reif für die Serienproduktion. Schon bei der Entwicklung habe man nach den Worten von Marcus Hausser immer darauf geachtet, “dass wir Großserienkomponenten verwenden. Zum einen wegen der Dauerhaltbarkeit, zum anderen natürlich aber auch wegen der Verfügbarkeit. Und nicht zuletzt auch wegen des Preises.”

Ein halbes Grad Unterschied

Deutsche Welle: Klimawandel begrenzen, um Arten zu schützen. “Naturschützer kämpfen dafür, Arten vor dem Aussterben zu bewahren. Klimaschutz ist möglicherweise eine Schlüsselmaßnahme. Er könnte die Tiere bewahren, von denen wir am abhängigsten sind.”

“Die Forscher untersuchten drei Szenarios: eine Erderwärmung von 1,5 Grad, 2 Grad und von 3,2 Grad Celsius. Auf letzteren Wert laufen wir derzeit zu, wenn alle Länder ihre international abgegeben Versprechen in punkto CO2-Emissionsreduktion einhalten.

Nach derzeitigem Verlauf würden bis zum Jahr 2100 etwa 49 Prozent aller Insekten, 44 Prozent aller Pflanzen und 26 Prozent aller Wirbeltiere die Hälfte ihres Lebensraum verlieren. Beschränkt sich die Erderwärmung auf 2 Grad Celsius, wären es noch 18%, 16% beziehungsweise 8%. Und bei einer Erwärmung von 1,5 Grad Celsius erniedrigt sich die Zahl der betroffenen Arten auf 6% der Insekten, 4% der Pflanzen und 4% der Wirbeltiere. In dem Fall hätte quasi der Großteil der weltweiten Arten Glück gehabt.

“Die aktuelle Studie bestätigt frühere Erkenntnisse, dass der Klimawandel die Biodiversität bedroht”, sagt Tiffany Knight vom deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung in Leipzig. “Es gibt klare und eindeutige Belege dafür, dass der Klimawandel bereits die geographische Verbreitung, die Häufigkeit und die Migrationsmuster von Arten beeinflusst hat und damit die Biodiversität des Planeten bedroht.”

Aber, so fügt die hinzu: “Wenn wir als globale Gemeinschaft die Ziele des Pariser Klima-Abkommens erreichen oder übertreffen können, dann können wir einige der prognostizierten dramatischeren Verluste verhindern, die fatale Folgen für uns Menschen hätten.” “