Archive for October, 2008

Kürbis

Sunday, October 26th, 2008

Vor eineinhalb Wochen habe ich mit einer Freundin und ihrem dreijährigen Sohn die Kürbisausstellung beim Blühenden Barock in Ludwigsburg. Der Titel der diesjährigen Ausstellung lautet Reise zu den Sternen, wie man an den Fotos unschwer erkennen kann.

Neben hunderten von Kürbissorten und den Kürbisskulpturen konnte man natürlich auch Kürbis essen (von Quiche bis Knabberriegel mit Kürbiskernen war alles dabei) und Kürbisse kaufen. Ich habe einen Sweet Dumpling mitgenommen, nachdem ich einige Sorten probieren konnte. Diesen Kürbis kann man geraspelt als Rohkost pur oder in einem gemischten Salat essen, sein Geschmack ist süßlich. Empfohlen wurde dort auch die Zubereitung im Backofen, man sollte ihn 45 Minuten garen.

sweet dumplings

Letzte Woche kam ich dann aber recht hungrig von der Schule zurück und hatte keine Geduld, eine Dreiviertelstunde in den Backofen zu starren. Mir fiel ein, dass ich bereits Kartoffeln in der Mikrowelle “gebacken” hatte, und beschloss, es auch mit Kürbis zu versuchen.

Den recht kleinen Sweet Dumpling habe ich also geviertelt und zwei Viertel zusammen für vier Minuten bei 1000 Watt in der Mikrowelle gegart. Danach war er so weich, dass man das Fleisch mit Gabel oder Löffel bequem aus der Schale essen konnte. Dazu gab es Frischkäse – lecker!

Von einem Sweet Dumpling werden zwei Leute locker satt – oder die gleiche Person an zwei aufeinander folgenden Tagen. ;-)

By the way, lots of great pumpkin or squash (what’s the difference anyway?) recipes can be found in this Ask MeFi thread: This weekend’s iron chef ingredient: pumpkin. Now please help me do it right!

Huh?

Thursday, October 23rd, 2008

Sticky tape is source of X-rays. “Peeling sticky tape emits X-rays strong enough to scan a human finger, a remarkable experiment has shown.”

Link via Garret.

Nähmaschine

Thursday, October 9th, 2008

Drölfzigster Grund, warum ich das Internet so mag: Heute habe ich die Nähmaschine meiner Oma repariert.

Vor etwa einem Jahr schenkte meine Oma mir ihre alte Nähmaschine. Es handelt sich um eine Pfaff 230 aus dem Jahre 1955, sie ist also schon über 50 Jahre alt. Meine Oma hat sie bis vor ein paar Jahren benutzt und meinte dann, dass ich sicher mehr mit dem Maschinchen anfangen könne als sie und schenkte sie mir.

Die Maschine wird noch mit den Füßen angetrieben und ist in einem kleinen Schränkchen eingebaut. Meine Oma hat sogar die Gebrauchsanweisung und sämtliches Zubehör sorgfältig aufbewahrt. Die Anleitung ist übrigens aus heutiger Sicht recht amüsant, denn in den Fünfzigern verschönerte die Hausfrau ihre Kleidung noch mit Biesen etc., um ihren individuellen Stil zu unterstreichen. Aber davon wollte ich gar nicht erzählen.

Nachdem die Nähmaschine nun über ein Jahr bei mir herumstand, beschloss ich heute, sie wenigstens einmal auszuprobieren. Ich folgte also der Anleitung, fädelte Ober- und Unterfaden ein und nähte dann probehalber ein paar gerade und dann einige Zickzacknähte auf einem Stück Stoff. Alles funktionierte wunderbar – bis plötzlich gar nichts mehr ging. Ich stellte dann fest, dass beide Fäden in der Halterung für die Spule mit dem Unterfaden verklemmt waren, und zwar so fest, dass sich die Spule in der Spulenhalterung nicht mehr drehen konnte.

Eine ganze Weile versuchte ich an diversen Stellen, die Spulenhalterung zu öffnen oder Teile abzuschrauben, aber da ging nichts. Es war auch schwierig, an die Stelle heranzukommen, da die Maschine wie erwähnt in ein Schränkchen eingebaut ist. Immerhin kam ich aber nach einer Weile darauf, dass man die Maschine nach oben kippen kann, um sie im Schrank zu versenken, und dass man im hochgeklappten Zustand zumindest leicht an die Spule herankommt. Trotzdem kam ich nicht weiter und wollte schon aufgeben, da fiel mir das Waschmaschinen-Erlebnis wieder ein. Wenn das Internet bei einem zehn Jahre alten Waschtrockner Rat weiß, dann vielleicht auch bei einer fünfzigjährigen Nähmaschine, oder?

Tatsächlich fand ich nach kurzer Suche im Forum Wer weiß was jemanden mit dem gleichen Problem, der schon vor zweieinhalb Jahren nach Rat gefragt hatte. Und es hatte auch ein Experte geantwortet und beschrieben, wie man den eingeklemmten Faden innerhalb von einigen Sekunden wieder frei bekommt.

Das musste ich natürlich gleich ausprobieren. Das schwierigste war noch, die Bauteile der Maschine den Fachbegriffen im Text zuzuordnen (vgl drittes Bild auf dieser Seite, welches die Unterfadenspule in situ zeigt), aber ich kam bald dahinter, was das “Mittelteil” sein sollte. Tatsächlich lief die Maschine nach den versprochenen zehn Sekunden wieder einwandfrei!

Gerne hätte ich ja direkt im Forum noch eine Antwort gepostet, dass mir der Rat auch weitergeholfen hat, aber leider ist der thread zu alt und daher schon geschlossen. So bleibt mir nur, mich auf diesem Wege bei Rüdiger Schwaak ganz herzlich zu bedanken! :-)